Wikipedia:Redaktion Geschichte
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[Bearbeiten] Namensgebung Amerikas
Zu diesen Bereich finden im Moment in mehreren Artikeln sowohl bei uns als en.WP Edits statt. Und zwar geht es da um 2 Alternativtheorien:
- Marcou/Carew: Der Name stammt von der indianischen Bezeichnung einer Gebirgskette in Nicaragua. Die gibt es schon seit dem 19. Jahrhundert, allerdings wurde sie von wissenschaftlicher Seite abgelehnt und einige ihre Befürworter arbeiten mit nachweislichen Falschaussagen über Vespucci (insbesondere bzgl. des Vornamens).
- Broome: Nach Richard Amerike benannt, der unter anderen die Expeditionen von John Cabot finanziert hat. Diese Theorie hat sich wohl auch (noch) nicht allgemein durchgesetzt, sie ist jedoch noch relativ neu (2001) und ist angeblich auch durch neu entdeckte Dokumente belegt. Ich habe das Buch von Broome aber nicht gelesen, so dass ich das selbst nicht beurteilen kann. Immerhin ist die Argumentation zumindest in England von einen anderen Autoren und einzelnen Historikern wohl übernommen wurden. Eine detaillierte Rezeption durch Historikern ist mir aber nicht bekannt bzw. steht eventuell noch aus.
Die Erste wird wohl von der Fachwelt weitgehend abgelehnt, aber bei der Zweiten bin ich mir da nicht sicher. Es wäre nett, wenn sich jemand mit Zugang zu entsprechenden Journalen oder Fachforen sich mal die Rezeption anschaut, damit wir unsere Artikel gegebenfalls aktualisieren oder auch verhindern, dass in ihnen möglicherweise fragwürdige Fringetheorien als Tatsachen dargestellt werden.--Kmhkmh 00:05, 22. Apr. 2010 (CEST)
- Als Laie fällt mir nur die Aussage aus Es war einmal... Entdecker und Erfinder ein: Der Nürnberger Kartograph Martin Waldseemüller nannte auf seiner Karte als erster den neuen Kontinent Amerika nach Amerigo Vespucci. Im Artikel zum Kartograph steht: "Auf Anregung Ringmanns trug Waldseemüller für die neue Landmasse zu Ehren Vespuccis den Namen „America“ ein." --JPF ''just another user'' 19:27, 6. Mai 2010 (CEST)
- Das ist die bisherige "Standardtheorie". Die Frage ist nun inwieweit diese eventuell von Broome abgelöst wird bzw. wie überzeugend dessen neu entdeckte Dokumente sind. Da müsste nun jemand mit entsprechendem Zugang zu Fachzeitschriften/Fachforen deren bisherige Rezeption beurteilen.--Kmhkmh 05:35, 7. Mai 2010 (CEST)
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- Ich halte das für nicht relevante Mindermeinungen und würde das ohne Belege für eine wirkliche Rezeption nicht erwähnen. -- Otberg 09:49, 7. Mai 2010 (CEST)
- So sehe ich das bisher auch. Allerdings habe ich eben nach einer Webrecherche zumindest Hinweise, dass zumindest einzelne ernst zunehmende Historiker und Journalisten, die Theorie von Brooks offenbar übernommen haben und dass sie durch neu entdeckte Schriftstücke in Archiven belegt ist. Nur kann ich das selbst eben ohne Zugriff auf Fachzeitschriften nicht abschließend berurteilen. Deswegen der Hnweis hier, falls jemand an der Fragestellung Interesse und einen entsprechenden Zugriff hat. Jedenfalls muss man wohl auch mit vermehrten WP-Edits rechnen, in en.WP wurde die Standardtheorie in verschiedenen Artikeln zwischenzeitlich breits als falsch beschrieben (allerdings bisher ohne ausreichende Fachquellen zu r4eferenzieren).--Kmhkmh 11:26, 7. Mai 2010 (CEST)
- Ich halte das für nicht relevante Mindermeinungen und würde das ohne Belege für eine wirkliche Rezeption nicht erwähnen. -- Otberg 09:49, 7. Mai 2010 (CEST)
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- Ein bisschen TF: Ich halte die Alternativtheorien für abwegig und wissenschaftliche Sensationshascherei. Denn es ist unstrittig, dass Martin Waldseemüller den Begriff geprägt hat, auch wenn er es später bereute. Und in der Begleitschrift zur Karte Universalis cosmographia secundum Ptholomaei traditionem et Americi Vespucii aliorumque lustrationes von 1507 steht: „[I]ch sehe nicht ein, warum nicht (dieser Erdteil) nach dem Entdecker Amerigo, einem Mann von klugem Geist, ‚Amerige‘, also das Land des Americus oder ‚America‘ genannt werden soll ...“ Da sehe ich wenig Platz für andere Theorien. -- Otberg 12:07, 7. Mai 2010 (CEST)
- Ja, allerdings berücksichtigen beide Alternativtheorien (selbst die wohl eindeutig abgelehnte von Marcou/Carew) dieses Wissen und geben dafür eine bedingt plausible Erklärung. Grob formuliert lesen sie Waldseemüllers Angabe als Erklärung und nicht als Tatsachenbehauptung. Demnach hätte Waldseemüller die Bezeichnung Amerika gekannt und in der obigen Formulierung die einzige ihm sinnvoll erscheinende Erklärung angegeben. Wenn nun Broome tatsächlich in den Nationalarchiven Dokumente entdeckt hat, die einen eindeutigen Bezug zu Amerike belegen, dann würde die obige zunächst fragwürdig erscheinende Umdeutung tatsächlich Sinn machen. Im Englischen gibt es mittlerweile einige Veröffentlichungen (aber nicht unbedingt Fachliteratur), die diese Darstellung bereits übernommen haben (siehe z.B. [1], [2], [3]). All das ist als Beleg für WP so kaum verwertbar bzw. nicht wirklich überzeugend. Es hat jedoch ausgereicht, nachdem ich auch noch einen Geschichtsprof gefunden habe, der die Theorie scheinbar akzeptiert hat, mich zu fragen, ob dem Rauschen im journalisten/populärwissenschaftlichen Blätterwald eventuell auch eine entsprechende (positive) Rezeption in Fachzeitschriften gegenüber steht.--Kmhkmh 13:00, 7. Mai 2010 (CEST)
- Ein bisschen TF: Ich halte die Alternativtheorien für abwegig und wissenschaftliche Sensationshascherei. Denn es ist unstrittig, dass Martin Waldseemüller den Begriff geprägt hat, auch wenn er es später bereute. Und in der Begleitschrift zur Karte Universalis cosmographia secundum Ptholomaei traditionem et Americi Vespucii aliorumque lustrationes von 1507 steht: „[I]ch sehe nicht ein, warum nicht (dieser Erdteil) nach dem Entdecker Amerigo, einem Mann von klugem Geist, ‚Amerige‘, also das Land des Americus oder ‚America‘ genannt werden soll ...“ Da sehe ich wenig Platz für andere Theorien. -- Otberg 12:07, 7. Mai 2010 (CEST)
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[Bearbeiten] Heiliges Römisches Reich
Das Portal:Heiliges Römisches Reich scheint wohl verwaist zu sein, deswegen hier meine Fragen:
- Ich habe die Kategorie:Großherzogtum Berg angelegt und die entsprechenden Artikel aus Kategorie:Herzogtum Berg herausgelöst. Das Großherzogtum Berg ist ein französisches Konstrukt von 1806 bis 1816 und ist meiner Meinung ein anderes Thema als das Herzogtum Berg. Langfristig sollte ein eigener Artikel zum Großherzogtum Berg erstellt werden.
- In der Kategorie:Herzogtum Berg habe eine Unterkategorie Kategorie:Historisches Territorium (Herzogtum Berg) angelegt und habe die Verwaltungsgliederung dort eingetragen. Über die Benennung und Einsortierung bin ich nicht abschließend glücklich. Eigentlich können dort auch die Honschaften dort eingetragen werden, dies sind aber keine Territorien.
- Die Einordnung von Kategorie:Historisches Territorium (Herzogtum Berg) in Kategorie:Historisches Territorium (Deutschland) scheint falsch zu sein. Bei einem weiteren Blick scheinen dort sehr viele Grafschaften und Herzogtümer einsortiert sind. Passen diese nicht besser unter Kategorie:Territorium im Heiligen Römischen Reich? Gehören nicht alle Elemente (bzw. viele) der Liste der Territorien im Heiligen Römischen Reich in Kategorie:Territorium im Heiligen Römischen Reich (in die entsprechenden Unterkategorien)?
--Atamari 19:01, 27. Feb. 2010 (CET)
- Ist die Redaktion verwaist? --Atamari 15:02, 1. Mär. 2010 (CET)
- Die Neuzeitler machen wohl Pause. :) Ich denke zu Punkt zwei geht das dennoch weitgehend in Ordnung, man sollte dem "Kategoriewahn" auch nicht alles opfern. Alternativ wäre vielleicht "Verwaltung (Herzogtum Berg)" vorstellbar? Zu Punkt drei würde ich dir persönlich recht geben, solange es um die Gebiete vor/bis 1806 geht. Das sollte man systematischer machen, aber vielleicht äußert sich noch ein Neuzeitler dazu. --Benowar 10:27, 3. Mär. 2010 (CET)
- Deswegen (wg. Punkt 3) wollte ich das Geschichtsportal mit einbeziehen, vorvor ich die Liste der Territorien im Heiligen Römischen Reich abarbeite. Alles was 1806 aufgelöst wurde sollte dann verschoben werden. Was wäre mit nach 1806? Dann gibt es wahrscheinlich noch eine Grauzone, die aber dann wohl auch nicht so recht in der Kategorie:Historisches Territorium (Deutschland) passen mag. --Atamari 11:26, 3. Mär. 2010 (CET)
- Die Neuzeitler machen wohl Pause. :) Ich denke zu Punkt zwei geht das dennoch weitgehend in Ordnung, man sollte dem "Kategoriewahn" auch nicht alles opfern. Alternativ wäre vielleicht "Verwaltung (Herzogtum Berg)" vorstellbar? Zu Punkt drei würde ich dir persönlich recht geben, solange es um die Gebiete vor/bis 1806 geht. Das sollte man systematischer machen, aber vielleicht äußert sich noch ein Neuzeitler dazu. --Benowar 10:27, 3. Mär. 2010 (CET)
[Bearbeiten] Julier
Bei den Julier müsste der Stammbaum mal überprüft zum Einen gibt es diverse Inkonsistenzen innerhalb von WP und zu anderen stimmen die Angaben nicht mit deinen auf Livius über ein ([4]). Irgendwie sind da eventuell einige Ebenen falsch , d.h. aus Cousins werden Onkel oder umgekehrt. Die Informationen in verschiedener (zum Teil recht alter) Sekundärliteratur sind auch nicht immer Konsistenz. Hat da jemand eine möglichst aktuelle Quelle mit dem neuesten Stand für eine Überprüfung/Korrektur? Auch sollte vielleich gekennzeichnet werden, werde Verwandtschaftsverhältnisse eventuell nicht ganz sicher bzw. umstritten sind.--Kmhkmh 18:40, 6. Jun. 2010 (CEST)
[Bearbeiten] Abstammung der Herzöge von Boullion aus dem Haus de la Marck
Irgendwie hab ich die ollen Franzosen (heute wohl Belgien) nie so recht auch dem Schirm gehabt, wenn ich mich mit dem Haus Mark befasst habe, aber gelegentlich holt es einen ein. Das Geschlecht hat seinen Ursprung als Seitenlinie der Grafen von Berg bzw. nach Erbteilung in den Grafen von Altena und durch Erbschaft, Bündnisse, Bistumsbesetzunngen (z.B. Lüttich) schnell sein Machtzentrum von Hamm zum Rhein zunächst nach Kleve verlagert und es dort ausgebaut. abspaltungen wie das Haus Marck-Arenberg sind bekannt. Einzig bleibt die Frage unbeanwortet ob das Haus de la Marck welches 1430-1457 und nochmals 1479-1594 das Herzogtum als Gouverneure und später Herzöge inne hatten aus dem gleichen Stammhaus entsprungen sind. In meinen Textquellen und der Wiki findest sich dazu nichts schlüssiges, daher wäre es schön wenn hier jemand die Frage klären könnte und gleich ein paar belege hätte. Siehe auch Herzogtum Bouillon-- Gabriel-Royce 11:21, 20. Jul. 2010 (CEST)
- Hier gibt es einen Stammbaum, der Verbindung zwischen den Häusern Mark und Arenberg deutlich macht. Ähnlich auch hier. Mechthild von Arenberg heiratete 1299 Engelbert von der Mark. Daraus gingen dann offenbar mehrere Linie hervor, neben der Hauptlinie auch eine von der Marck-Arenberg. Hier noch klarer Machahn 15:48, 20. Jul. 2010 (CEST)
[Bearbeiten] Klientelkönigtum
Aus der allgemeinen QS hierher verfrachtet:
Beschreibt das Klientelverhältnis, das als foederati oder als rex socius nur sehr unscharf. Evtl. besser Redir? LKD 16:03, 22. Jul. 2010 (CEST)
--Kmhkmh 13:04, 23. Jul. 2010 (CEST)
[Bearbeiten] Diskussion:Portugiesische Kolonialgeschichte zu historischen Bildern
In der Diskussion:Portugiesische Kolonialgeschichte geht es nach einem Monat Pause wieder um drei Bilder, die schon seit geraumer Zeit im Artikel sind. Weitere Meinungen sind erwünscht. --JPF ''just another user'' 11:50, 27. Jul. 2010 (CEST)
- Unstreitig scheint ja zu sein, dass Historiengemälde nicht als Quellen für die dargestellte Fragestellung dienen können, hingegen durchaus für die Rezeptionsgeschichte. Das dürfte bei diesem Thema - ein halbes Jahrtausend Kolonialgeschichte - ein stark überhöhter Anspruch sein; ich sehe hier niemanden, der Kenntnis, Zeit und Energie dafür aufbringen wird. - Ich würde Historiengemälde sparsam einsetzen und sie mit einigen Winken zu Zeitpunkt, Art der Darstellung und, wenn möglich, die dahinter steckende Perspektive des Künstlers, versehen. Diese Art von Darstellung ganz auszuschließen würde ich für ein Werk wie die Wikipedia, die ausdrücklich kein Fachlexikon darstellt, als unangemessen betrachten. Auch moderne Leser versuchen sich bei Biographien ein Bild zu machen, es sollte nur nicht mit einem "echten", zeitgenössischen Porträt verwechselt werden - mal abgesehen davon, dass uns die bildhistorische Forschung bei dieser Art positivistischer Herangehensweise gehörig die Leviten lesen würde. Wohlkommentierte Historiengemälde sind m.E. bei maßvollem Gebrauch eine akzeptable Form der Illustration, und eine Möglichkeit unser Bild von der Geschichte mehrfach zu filtern. Wenn damit historisches Bewusstsein geschaffen oder vertieft wird, umso besser. -- Hans-Jürgen Hübner 13:55, 27. Jul. 2010 (CEST)
- +1--Ziko 14:07, 27. Jul. 2010 (CEST)
- Grundsätzlich stimme ich zu. Da der Artikel aber bereits reich illustriert ist, sind die drei Bilder allemal verzichtbar: Phantasiebilder sollten vermieden werden; sinnvoll können solche Imaginationen aus dem 19. Jahrhundert allenfalls in einem Rezeptionsteil sein, den der Artikel aber noch gar nicht hat. Entscheidend scheint mir der Grundsatz zu sein, dass Illustrationen immer dem besseren Verständnis des Textes dienen sollen. Wie das die drei Kitschbildchen, um die es hier geht, leisten sollen, müsste mir erst mal einer erklären. --Φ 14:23, 27. Jul. 2010 (CEST)
- Es gibt aber auch immer eine Grauzone und man muss sich schon fragen, ob man sich unbedingt um einzelne Bilder streiten muss, die zumindest vertretbar sind bzw. dem Artikel nicht schaden. Zumindest wenn es einen Hauptautor gibt würde ich diesem die Entscheidung in so einem Graubereich überlassen. Anders sieht es vielleicht aus, wen Benutzer, die sonst nicht weiter mit dem Artikel zu hatten solche Bilder einfügen. Aber auch da sollte sich beide Parteien überlegen, ob so etwas einen Streit wert ist.--Kmhkmh 14:38, 27. Jul. 2010 (CEST)
- Klar, wir könnten all unsere Regularien einfach ignorieren und jeden Hauptautor machen lassen, wie er oder sie will. Ich bezweifle aber, dass das der Qualität unserer Enzyklopädie zuträglich ist. Keiner der Diskutanten hat meine wiederholt gestellte Frage beantworten können, inwiefern die drei künstlerisch wertlosen Phantasiebildchen aus dem 19. oder 20. Jahrundert (eines davon ein Wandschmuck aus einer Bahnhofshalle!) dem besseren Verständnis des Textes dienen sollen. Die Frage kann doch nicht sein, ob solche Bilder „schaden“, sondern ob sie den Artikel besser machen oder nicht. --Φ 14:54, 27. Jul. 2010 (CEST)
- Es gibt aber auch immer eine Grauzone und man muss sich schon fragen, ob man sich unbedingt um einzelne Bilder streiten muss, die zumindest vertretbar sind bzw. dem Artikel nicht schaden. Zumindest wenn es einen Hauptautor gibt würde ich diesem die Entscheidung in so einem Graubereich überlassen. Anders sieht es vielleicht aus, wen Benutzer, die sonst nicht weiter mit dem Artikel zu hatten solche Bilder einfügen. Aber auch da sollte sich beide Parteien überlegen, ob so etwas einen Streit wert ist.--Kmhkmh 14:38, 27. Jul. 2010 (CEST)
- Grundsätzlich stimme ich zu. Da der Artikel aber bereits reich illustriert ist, sind die drei Bilder allemal verzichtbar: Phantasiebilder sollten vermieden werden; sinnvoll können solche Imaginationen aus dem 19. Jahrhundert allenfalls in einem Rezeptionsteil sein, den der Artikel aber noch gar nicht hat. Entscheidend scheint mir der Grundsatz zu sein, dass Illustrationen immer dem besseren Verständnis des Textes dienen sollen. Wie das die drei Kitschbildchen, um die es hier geht, leisten sollen, müsste mir erst mal einer erklären. --Φ 14:23, 27. Jul. 2010 (CEST)
- +1--Ziko 14:07, 27. Jul. 2010 (CEST)
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- "Kitsch" ist keine in einem für uns interessanten Sinne historische Kategorie, und damit kein Ablehnungsgrund, da muss ich einfach um mehr historisch-kritisches Bildbewusstsein bitten. Dass Historiengemälde nur selten als Quelle für die beschriebene Epoche in Frage kommen, ist ja unbestritten, aber an welcher Stelle in welchen Artikeln werden "unsere" Abbildungen als Quellen eingesetzt, die das Textverständnis vertiefen? Im Gegenteil bin ich sicher, dass fast alle Bilder in historischen Beiträgen gelöscht werden müssten, wenn ihre Existenzberechtigung in einem so engen Sinne ausgelegt würde. So weit ist die Wikipedia noch lange nicht, dass wir uns den Luxus einer solchen, noch viel zu hochtrabenden Debatte leisten sollten. Die meisten Bilder haben derzeit ganz überwiegend illustrativen Charakter und erklären den Text nur sehr selten; sie lockern das Textbild auf, geben (vielleicht) eine Vorstellung, und sei es nur eine selbst historische, oder gliedern den Text - Erklärendes bieten sie bestenfalls auf höchst diffuse Art und Weise. Daher sind die Erläuterungen beim derzeitigen Stand der meisten Artikel, auch dieses, die einzige Möglichkeit, den Bildern eine Existenzberechtigung zu geben - was wir mit einem Großteil der Fachliteratur übrigens gemein haben. Ansonsten fällt die portugiesische Kolonialgeschichte, sieht man von den letzten rund hundert Jahren ab, bildtechnisch weitgehend aus, und selbst Festungen erklären sich nicht von selbst. Du stimmst mir zwar zu, beharrst aber einfach weiter auf dem, was Du schon vorher geäußert hast. Ich persönlich habe mehr Probleme mit Bildern wie dem "Kontrollposten", oder dem völlig unerläuterten Wappen gleich zu Anfang. Da erhebt sich gleichfalls die Frage nach dem Zusammenhang, bzw. warum ausgerechnet dieses Bild hier erscheint. -- Hans-Jürgen Hübner 15:11, 27. Jul. 2010 (CEST)
- Ich finde es nicht in Ordnung, wie hier von dir und anderen die Regularien der Wikipedia einfach an den Rand geschoben werden, lieber Hans-Jürgen Hübner. Wenn du der Meinung bist, die Forderung, Bilder sollten dem besseren Verständnis des Textes dienen, sei unrealistisch, dann ändere doch WP:AI. Dort wird übrigens auch der künstlerische Wert von Abbildungen als Kriterium genannt, darauf bezog ich mich mit dem Wort Kitsch. Dass hier überhaupt darüber diskutiert werden muss, ob Wandbilder einer Bahnhofshalle als Illustration in einer Enzyklopädie geeignet sind, ist mE schon ziemlich skandalös. Wirf doch einfach mal einen Blick in anerkannte Enyzklopädien (Meyer, Brockaus, EnzBrit): Künsterisch wertlose Bildchen aus dem 19. Jahrhundert, die nur über die Imaginationswelt ihrer phantasievollen Verfasser, nichts aber über den abgebildeten Gegenstand aussagen, wirst du dort nicht finden. --Φ 15:36, 27. Jul. 2010 (CEST)
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- Naja, wollen diese Diskussion mal etwas niedriger hängen, als gleich von Skandal zu reden... An der von Dir zitierten Stelle heißt es übrigens auch: "Passende Illustrationen lockern einen Text auf.", was ja meinen Vorschlag durchaus unterstützen würde. Ich habe bespw. das Historiengemälde im Fall von Samuel de Champlain seinerzeit kurz kommentiert. Übrigens: Selbstverständlich nutzt auch die Encyclopedia Britannica Historiengemälde: und zwar ohne jeden Kommentar zum fiktionalen Charakter des Bildes aus dem 19. Jh. ... So bleibt bei Deinem Argument nur die künstlerische Qualität, was nicht ohne Bedacht und Not von der Hand zu weisen ist, und das Verhältnis zum Text - mal die Aufregung ums Grundsätzliche abgelegt. -- Hans-Jürgen Hübner 15:55, 27. Jul. 2010 (CEST)
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- Ich finde es nicht in Ordnung, wie hier von dir und anderen die Regularien der Wikipedia einfach an den Rand geschoben werden, lieber Hans-Jürgen Hübner. Wenn du der Meinung bist, die Forderung, Bilder sollten dem besseren Verständnis des Textes dienen, sei unrealistisch, dann ändere doch WP:AI. Dort wird übrigens auch der künstlerische Wert von Abbildungen als Kriterium genannt, darauf bezog ich mich mit dem Wort Kitsch. Dass hier überhaupt darüber diskutiert werden muss, ob Wandbilder einer Bahnhofshalle als Illustration in einer Enzyklopädie geeignet sind, ist mE schon ziemlich skandalös. Wirf doch einfach mal einen Blick in anerkannte Enyzklopädien (Meyer, Brockaus, EnzBrit): Künsterisch wertlose Bildchen aus dem 19. Jahrhundert, die nur über die Imaginationswelt ihrer phantasievollen Verfasser, nichts aber über den abgebildeten Gegenstand aussagen, wirst du dort nicht finden. --Φ 15:36, 27. Jul. 2010 (CEST)
- "Kitsch" ist keine in einem für uns interessanten Sinne historische Kategorie, und damit kein Ablehnungsgrund, da muss ich einfach um mehr historisch-kritisches Bildbewusstsein bitten. Dass Historiengemälde nur selten als Quelle für die beschriebene Epoche in Frage kommen, ist ja unbestritten, aber an welcher Stelle in welchen Artikeln werden "unsere" Abbildungen als Quellen eingesetzt, die das Textverständnis vertiefen? Im Gegenteil bin ich sicher, dass fast alle Bilder in historischen Beiträgen gelöscht werden müssten, wenn ihre Existenzberechtigung in einem so engen Sinne ausgelegt würde. So weit ist die Wikipedia noch lange nicht, dass wir uns den Luxus einer solchen, noch viel zu hochtrabenden Debatte leisten sollten. Die meisten Bilder haben derzeit ganz überwiegend illustrativen Charakter und erklären den Text nur sehr selten; sie lockern das Textbild auf, geben (vielleicht) eine Vorstellung, und sei es nur eine selbst historische, oder gliedern den Text - Erklärendes bieten sie bestenfalls auf höchst diffuse Art und Weise. Daher sind die Erläuterungen beim derzeitigen Stand der meisten Artikel, auch dieses, die einzige Möglichkeit, den Bildern eine Existenzberechtigung zu geben - was wir mit einem Großteil der Fachliteratur übrigens gemein haben. Ansonsten fällt die portugiesische Kolonialgeschichte, sieht man von den letzten rund hundert Jahren ab, bildtechnisch weitgehend aus, und selbst Festungen erklären sich nicht von selbst. Du stimmst mir zwar zu, beharrst aber einfach weiter auf dem, was Du schon vorher geäußert hast. Ich persönlich habe mehr Probleme mit Bildern wie dem "Kontrollposten", oder dem völlig unerläuterten Wappen gleich zu Anfang. Da erhebt sich gleichfalls die Frage nach dem Zusammenhang, bzw. warum ausgerechnet dieses Bild hier erscheint. -- Hans-Jürgen Hübner 15:11, 27. Jul. 2010 (CEST)
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- Es geht nicht um das Ignorieren deren RL sonderm deren Umsetzung mit Augenmaß und einen gewissen Spielraum im Graubereich. Wenn man glaubt es wäre von Vorteil für WP sich mit produktiven Autoren um letzendlich völlige Nebrnsächlichkeiten zanken zu müssen, damit eine RL scheinbar bis auf das epsilon engehalten wird, dann hat man mMn. etwas (grundsätzlich) falsch verstanden.--Kmhkmh 15:43, 27. Jul. 2010 (CEST)
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Gäbe es denn einen gangbaren Kompromiss, etwa das Streichen des Bildchens aus der Bahnhofshalle und entsprechend einordnende Bildbeschreibungen bei den beiden anderen? --Otberg 15:49, 27. Jul. 2010 (CEST)
Ich habe die Bilder ausgewählt um in erster Linie natürlich den Text aufzulockern. Das Potrait dient, auch wenn es aus dem 19. Jahrhundert stammt, dem üblichen Bestreben, eine Person dem Leser besser zu visualisieren. Die beiden anderen Bilder sind natürlich romantisiert, zeigen aber damit nicht nur das Ereignis ansich, sondern mit entsprechender Untertitlung auch, wie diese Zeit in Portugal empfunden wird. Denn der Einfluss jener Epoche ist auf das Land noch heute deutlich zu spüren. Nicht ohne Grund wurden z.B. während der Fußball-WM Parallelen zwischen den Spielern und den alten Entdeckern gezogen. Diese Bedeutung in der heutigen Gesellschaft Portugals wird ein bißchen durch die Bilder vermittelt. Wenn ich natürlich Photos von den Ereignissen von vor 500 Jahren erhalte, kann ich sie gerne stattdessen einsetzen. Ansonsten bliebe nur, diese Themen überhaupt nicht zu illustrieren. Bisher konnte mir aber nicht erklärt werden, warum andere historische Gemälde im Artikel nicht in der Kritik stehen. Auf das Bahnhofsbildkann ich als Kompromis verzichten, da hier die Schlacht doch sehr idealisiert wird. --JPF ''just another user'' 15:50, 27. Jul. 2010 (CEST)
Alternativ kann man ja bzgl. jedes einzelnen Bildes eine informelle Umfrage/Abstimmung machen, die ist natürlich nicht bindend, aber man kann so schon sehen, ob es unter den Interessierten und Artikelautoren eine klare Präferenz gibt und sich dann überlegen, ob man sich der nicht einfach anschließen sollte.--Kmhkmh 15:59, 27. Jul. 2010 (CEST)
- Ein Kompromiss könnte auch sein, Afonso mit einem etwas zeitnäheren Porträt (Datei:Afonso de Albuquerque.jpg) zu würdigen.
- Ansonsten fänd ich es schön, wenn man einfach WP:AI gelten lassen würde - da braucht's keine Abstimmungen. --Φ 16:05, 27. Jul. 2010 (CEST)
- Es besteht ja eigentlich kein Streit um WP:AI selbst, sondern um die Anwendung/Aualegung in diesem speziellen Fall (d.h. die Grauzone).--Kmhkmh 16:54, 27. Jul. 2010 (CEST)
Ich kann Phi nur aus vollem Herzen zustimmen. Ich fürchte einfach, der Rezeptionszusammenhang geht bei vielen unserer Leser verloren. Sie sind nämlich nicht unbedingt dafür sensibilisiert. Bilder wirken stärker als Text und sind emotionsbehafteter. Wenn dann nur die Bilder hängen bleiben, sind wir genau da wo wir nicht hin wollen. Kolonialgeschichte ist ja nun nicht Entdeckungsgeschichte und "Große Männer machen Geschichte" ist sicher nicht, was moderne Geschichtswissenschaft ausmacht. Lieber keine Bilder als solche die eine solche Verzerrung repräsentieren. --Catrin 20:30, 27. Jul. 2010 (CEST)
- +1 --Frank Schulenburg 21:28, 27. Jul. 2010 (CEST)
- Wenn Bilder korrekt beschriftet und damit erklärt sind, sind auch Bilder der Rezeption natürlich zulässig. Sie müssen nur als solche erkennbar sein. Argumente wie ch fürchte einfach, der Rezeptionszusammenhang geht bei vielen unserer Leser verloren. Sie sind nämlich nicht unbedingt dafür sensibilisiert. Bilder wirken stärker als Text und sind emotionsbehafteter. lasse ich nicht gelten. Wir können dem Leser einfach nicht die Hand halten. Wer die Bildunterschriften nicht liest, liest sie nicht. Wir müssen auf die Eigentverantwortung der Leser vertrauen, ja wir müssen sie erwarten. Leser die das nicht schaffen, schaffen es auch nicht Texte ohne Bilder zu verstehen. Marcus Cyron - Talkshow 21:36, 27. Jul. 2010 (CEST) PS: Nachtrag - ich gehe mal sogar soweit, daß wir den Lesern das Denken gar nicht abnehmen dürfen, sondern sie wenn es sein muß sogar zwingen müssen, selbst zu denken.
- +1. Ich halte solche Bilder im Einzelfall für vertretbar solange sie korrekt beschriftet sind und teile ähnlich wie Markus Catrins Bedenken in dieser Form nicht. Der Normalleser ist kein Kind, das pädagogisiert werden muss und WP-Artikel nur mit extremer didaktischer Führung bewältigt.--Kmhkmh 21:57, 27. Jul. 2010 (CEST)
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- +1. Ich habe das Bild von Afonso de Albuquerque ausgetauscht. Ich habe ja nichts dagegen Bilder, die inhaltlich identisches zeigen gegneinander auszutauschen. Man muss nur von Alternativen wissen. Im Artikel Afonso de Albuquerque sind übrigens BEIDE Bilder eingefügt und ehrlich gesagt... Wenn ich sie mir anschaue, verstehe ich die Aufregung nicht. Albuquerque guckt auf dem jüngeren Bild weniger streng, das ist alles. Ich sehe keine Verherrlichung oder POV-motivierte Retuschierung. ^^° --JPF ''just another user'' 22:24, 27. Jul. 2010 (CEST)
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